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Der kindgerechte Lernplan

Eigentlich spielen kleine Kinder den ganzen Tag. Sie erforschen und probieren aus, erleben und entdecken. Dadurch vermehren sie beständig ihren Grips. Ihnen ist nicht mal bewusst, dass sie in diesen Momenten lernen. Sehen auch Sie das Spiel als Teil eines normalen Alltags und des Lernprozesses für Ihr Kind. Denn echtes Lernen geht gar nicht ohne spielen. Erst im Spiel kommt es zu einem nachhaltigen Lernprozess. Deshalb sollte der „Lernplan“ für Ihr Kind keinesfalls wie ein Zeitplan oder eine To-Do-Liste aussehen. Ein Lernplan, wie wir ihn aus dem Erwachsenenleben kennen, kann zwar kindgerecht gestaltet werden, doch solche Bemühungen berücksichtigen oft nicht genug die Bedürfnisse des einzelnen Kindes, seine individuelle Eigenheit, Spontaneität und Kreativität.

Natürlich spricht nichts dagegen, Ihrem Kind auch in speziellen Kinder-Kursen die Möglichkeit zu geben, eigene Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken und zu entwickeln: Musikkurse, Malstunden oder Englisch-Treffs bieten hier unterschiedlichste Möglichkeiten, die Ihrem Kind – je nach Neigungen und Interessen – sicherlich viel Freude machen können. Aber übertreiben Sie es nicht. Das freie Spielen sollte auf jeden Fall den größten Anteil im Tagesablauf Ihres Kindes haben.

Videos anzusehen macht den meisten Kindern riesigen Spaß. Oft möchten sie damit gar nicht mehr aufhören. Brain-Friendly bietet Sprachkurse, die auf Videos und der gehirn-gerechten Birkenbihl-Methode zum Sprachenlernen basieren. In wenigen Wochen erscheint auch die neue Kinder-Sprachkursserie – spannende Geschichten aus aller Welt, kindgerecht animiert. Melden Sie sich zu unseren News an, damit wir Sie per Email über den Produktlaunch informieren können: https://www.brain-friendly.de/newsletter

Sinnvolle Videos lässt man Kindern mit gutem Gewissen mehrmals ansehen. Doch ist das Überschreiten von 60 Minuten pro Tag für Kinder ab 3 Jahren von der WHO nicht empfohlen. Ein spannender Tipp: Lassen Sie Ihr Kind den Timer/Wecker selbst stellen. Damit lernt es nebenbei auch die Uhrzeit, bekommt ein Gefühl für Zeitspannen und erweitert sein technisches Know-How.

Hier unsere Tipps für den kindgerechten (Lern-)Alltag, der das Spiel in den Vordergrund stellt:


Lerneinheiten frei wählen

Wie bereits erwähnt, lernt Ihr Kind am besten, wenn es die Zeit, die Länge und die Art und Weise dafür selbst wählt. Bieten Sie Ihrem Kind also zu jeder Zeit Zugang zu den Lernmaterialien. Wenn es mal ein paar Tage oder vielleicht auch Wochen kein Interesse daran zeigt, behalten Sie die Materialien dennoch immer in Sichtweite und Griffnähe. Ihr Kind wird bestimmt wieder neugierig und beschäftigt sich wieder damit. Bei kleineren Kindern unter 3 Jahren wird es Momente geben, in denen sie nach den Materialien verlangen und/oder davon zu sprechen beginnen – vor allem dann, wenn es um spannende und lustige Geschichten geht. Steigen Sie, wann immer möglich, darauf ein.


10-Minuten-Einheiten

Erwachsenen raten wir: Teilen Sie Ihre Lernzeit in 10-Minuten-Einheiten ein. In dieser Zeit kann sich Ihr Gehirn optimal auf den Inhalt konzentrieren und Sie profitieren von dem Nachlern-Effekt: Nach jeder Aufnahmephase von etwa 7 Minuten lernt und verarbeitet Ihr Gehirn die Information passiv und unbewusst weitere 7 Minuten – es vergleicht, wiederholt und speichert Informationen ab, ohne dass wir es bemerken. Um die Einteilung der Zeit zu vereinfachen, empfehlen wir 10-Minuten-Einheiten.

Für Kinder können Sie diesen Vorschlag auch anwenden, vor allem wenn es um Lerneinheiten geht, die z.B. aus dem Schulstoff kommen und eher weniger Wille dafür da ist. Dann liegt es an Ihnen als Elternteil, es „schmackhaft“ zu machen. Grundsätzlich aber gilt: Kinder können sich auch stundenlang mit etwas beschäftigen, ohne dass es langweilig wird. Vor allem kleine Kinder sollten unbedingt selbst entscheiden, wie lange Sie sich mit etwas beschäftigen möchten – das kann eine Minute oder können auch mal zwei Stunden sein. Da das Besprechen und Fragen beantworten den Lernprozess in jedem Fall verstärkt, macht eine „Fragerunde“ nach jeder „Lerneinheit“ Sinn. Inwiefern Ihr Kind Spaß daran hat, werden Sie schnell herausfinden.


Lernmaterialien frei wählen

Kinder spielen und lernen aus eigenem Antrieb. Denn sie sind von Natur aus neugierig und möchten die Welt entdecken – wenn wir sie lassen. Sie lernen die Welt kennen, finden heraus, wie die Dinge funktionieren, wozu sie zu gebrauchen sind und welchen Sinn sie haben. Es gibt für Kinder eigentlich keine bessere Förderung, als ihnen von klein auf genügend Zeit und Raum zum Spielen zu geben.

Neben dem Zeitpunkt und der Dauer sollte Ihr Kind also auch das Lernmaterial frei wählen – möchte es lieber ein Video ansehen, welche Geschichte ist heute interessant, möchte es zeichnen, die Geschichte anhören oder sie selbst nachspielen? Als Erwachsene sollen wir ihnen nur Optionen bieten.


Hundertfach wiederholen

Erwachsenen muss man sagen, dass alles Neue mehrfach wiederholt werden muss. Kinder machen es von Natur aus so. Alles, was interessant und sinnvoll erscheint, wird hundertfach wiederholt, getestet und ausprobiert. Ist das Lernmaterial also interessant genug, wird Ihr Kind die Videos und anderen Materialien also von sich aus oft genug wiederholen.


Medien motivieren

Digitale Medien sind das größte Kulturgut unserer Zeit und sie bergen enorm viele Vorteile. Wir können mit ihnen unter anderem besser Zusammenhänge verdeutlichen, als es ein Buch je können wird. Besonders Computer, Smartphone und Videos helfen, Kinder zum Lernen zu motivieren. Außerdem wird das Lernen dadurch abwechslungsreicher und interessanter. Da kommt es garantiert zu Aha-Effekten. Die Film-Sprachkurse von Brain-Friendly machen besonders viel Spaß: Serie angucken und nebenbei eine Fremdsprache lernen!

Content Managerin und Bloggerin Katharina Leitner beschäftigt sich seit 2011 intensiv mit der Birkenbihl-Methode sowie den Kreativtechniken und Denktools von Vera F. Birkenbihl. Seit 2014 arbeitet sie als selbstständige Online & Performance Marketerin: www.leitner-marketing.at

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