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Sprachenlernen mit Spaß: Songs übersetzen, hören und singen

Welcher Song gefällt Ihnen zurzeit? Mit Musik lässt sich prima Sprachenlernen – riesiger Spaß ist hier garantiert! Wie Sie am besten vorgehen, erklären wir Ihnen heute.

1. Übersetzen Sie den Song Wort für Wort in die Muttersprache (De-Kodieren genannt)

De-Kodieren bedeutet „entschlüsseln“. Das Hilfsmittel dazu ist unsere Muttersprache, denn diese kennen wir in- und auswendig. Schreiben Sie die WORT-FÜR-WORT-ÜBERSETZUNG der fremdsprachigen Wörter unter das fremdsprachige Wort. Wichtig dabei ist, dass Sie Wort für Wort übersetzen. Es entsteht ein zweizeiliger Text:

Englisch: That’s the way it is.
De-Kodierung: Das’ist der Weg es ist.

Durch das De-Kodieren erlernen Sie zwei Dinge gleichzeitig, die in der herkömmlichen Lernmethode voneinander unabhängig gelernt werden:

1. die Bedeutung der einzelnen Wörter (anstatt Vokabeln zu pauken)

2. die Satzstruktur und die Verwendung der Wörter in der Fremdsprache, also die Grammatik.

Details zum De-Kodieren finden Sie hier: Einfach Sprachenlernen mit De-Kodierung nach Vera F. Birkenbihl

2. Hören Sie den Song immer wieder an und lesen Sie die erstellte Wort-für-Wort-Übersetzung mit.

Sie hören das Lied und lesen die Muttersprache. Wiederholen Sie das, bis Sie die Wörter verstehen. Diese Übung nennen wir Karaoke-Hören. Nach wenigen kurzen Karaoke-Hören-Einheiten werden Sie bereits einen beträchtlichen Fortschritt erleben und schon sehr bald mit der neuen Sprache vertraut sein.

3. Singen Sie leise mit

Nun lesen bzw. singen Sie nur noch den fremdsprachigen Text mit, verstehen tun Sie ihn ja schon. Tun Sie das zu Beginn jedoch nur im Kopf, also mental. Ihr Gehirn benötigt noch ein wenig Zeit, um jene Nervenbahnen anzulegen, die es für das selbstständige Sprechen braucht. Beginnen Sie mit dem Sprechen zu früh, riskieren Sie einen „Ausländer-Akzent“, der nur schwer wieder wegzubekommen ist.

4. Singen Sie laut mit

Wiederum nach einigen Wiederholungen werden Sie die Lyrics auswendig kennen. Summen oder singen Sie nun mit – ob laut oder leise, im Auto oder unter der Dusche. Wir nennen diese Übung Chorsprechen bzw. Chorsingen. Beim Mit- und Nachsprechen vergleicht Ihr Gehirn automatisch die Aussprache des Muttersprachlers mit Ihrer und kann die Unterschiede beinahe komplett ausgleichen, ganz automatisch. Je öfter Sie die Übung machen, desto besser wird Ihre Aussprache

5. Hintergrund-Hören

Von Beginn an können Sie den Song in Dauerschleife hören. Wem das zu viel ist, der integriert den Song einfach in seine Playlist und hört ihn so zumindest einige Male am Tag (und im besten Fall auch in der Nacht).

Gehen Sie beim Hintergrund-Hören irgendeiner Routinebeschäftigung nach. Während des Hörens werden die Worte und der Klang langsam vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis übernommen und Sie entwickeln ein gutes Sprachgefühl für die neue Sprache. Für das Passiv Hören benötigen Sie keine zusätzliche Lernzeit, es geht nebenbei und ist super einfach – wie ein Mini-Urlaub. Je mehr Sie passiv Hören, desto schneller werden Sie das Sprechen meistern.

Content Managerin und Bloggerin Katharina Rucker beschäftigt sich seit 2011 intensiv mit der Birkenbihl-Methode sowie den Kreativtechniken und Denktools von Vera F. Birkenbihl. Seit 2014 arbeitet sie als selbstständige Online & Performance Marketerin: www.rucker-marketing.at

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