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5 Dinge, die Sie beim auditiven Sprachenlernen beachten sollten

Selbstlernkurse mit Audiokursen und Sprachkurse mit hohem Vorsprech-Anteil erfreuen sich großer Beliebtheit. Nicht zuletzt deshalb, weil sie sich bequem am Smartphone abspielen lassen. Sie sind flexibel einsetzbar und ermöglichen das Lernen nebenbei. Auf dem Weg zur Arbeit, beim Kochen oder Sporttreiben kann so eine neue Sprache gelernt werden. In diesem Blogartikel erfahren Sie, was Sie beim Sprachenlernen mit Audiokursen u.ä. beachten sollen.

Das sollten Sie beim Sprachenlernen mit Hörbüchern, Audiokursen und anderen Audioaufnahmen beachten:

1. Native Speaker sind ein Muss

Hörbücher beziehungsweise Audiokurse müssen jedenfalls von Native Speakern (Muttersprachlern) eingesprochen werden. Die perfekte Beherrschung der Muttersprache ist sehr wichtig, denn die Lautbildung jeder Sprache ist so facettenreich, dass es für Nicht-Muttersprachler fast unmöglich ist, eine völlig akzentfreie Aussprache zu erlangen. Gerade das ist aber das Ziel jeder Sprachübung.

Die Stimme überträgt im Übrigen nicht nur Information, sondern vor allem Emotion – und die ist es, die den Zuhörer fesselt. Außerdem sollte die Stimme sympathisch und interessant klingen. Gerade, wenn der Lernende mit gesprochenen Texten arbeitet, darf das Gesprochene nicht langweilig oder monoton referiert werden. Es muss vielmehr so klingen, dass der Hörer auch nach dem zwanzigsten Mal noch interessant findet, was er hört.

2. Achten Sie auf guten Sound

Vor 50 Jahren hatte Musik noch einen prallen Klang. Heute wird digitaler Sound so stark komprimiert, dass er das Gehirn überfordert. Bei der Komprimierung werden Klänge, die keinen Einfluss auf die Wahrnehmung des Hörers haben, entfernt. Bewusst ist kaum ein Unterschied auszumachen. Doch das Unterbewusstsein lässt sich nicht täuschen. MP3-Musik und Mobilfunkgespräche werden nervig. Auf die Spitze getrieben wird es durch das Hören auf Smartphones: Die kleinen Wunderdinger haben hier eine Grenze erreicht. Die eingebauten Boxen sind leistungsschwach.

Kennen Sie das? Die Telefonkonferenz mit dem Kollegen aus den USA läuft erst wenige Minuten, und doch sind Sie bereits unkonzentriert und müde. Studien zeigen, dass dies oft an der schlechten Tonqualität liegt. Sind Klänge beeinträchtigt, hat das einen messbaren Effekt auf unser Gehirn – selbst dann, wenn wir die Übertragung subjektiv gar nicht als gestört wahrnehmen. Warum ist das so? Bei schlechtem Ton müssen fast alle zentralen Bereiche des Gehirns aktiv sein. Das Gehirn muss mehr arbeiten, wenn zum Beispiel der Gesprächspartner schwer zu verstehen ist. Lücken, die durch Störungen oder Komprimierung des Tonsignals entstehen, versucht es zu schließen. Dabei feuern die Synapsen im unbewusst aktivierten Gehirn häufiger. Das lässt uns schneller ermüden und kann sogar zu Stress führen.

3. Motivation ist das A und O

Ein Audiokurs liegt überaus geduldig im Regal. Im Gegensatz zu Lernapps erhalten Sie keine Erinnerungs-Emails oder Belohnungspunkte bei erreichten Zielen. Deshalb empfehlen wir Ihnen, sich vor dem Lernstart konkrete Ziele zu überlegen: Was möchten Sie erreichen? Bis wann wollen Sie das erreichen? (Detaillierte Lerntipps dazu erfahren Sie hier: Wie Sie mit dem Sprachenlernen starten und Ihre Ziele garantiert erreichen). Planen Sie zudem Ihre Lerneinheiten: Wann wollen Sie diese durchführen? Gut geeignet sind Kalender-Apps, in denen Sie Ihre Einheiten eintragen oder Notiz-Apps, bei denen Sie durchgeführte Lerneinheiten als „erledigt“ abhaken können.

Denken Sie daran: Ihr Gehirn kennt kein Wochenende. Natürlich gibt es Tage, an denen Sie weniger motiviert sind. Wichtig ist jetzt jedoch, dranzubleiben. Führen Sie zumindest täglich eine 10-Minuten-Einheit durch. So zeigen Sie Ihrem Gehirn, dass Sie dranbleiben und mehr kommt. (Warum Sie in 10-Minuten-Einheiten lernen sollten, erfahren Sie hier: Halten Sie sich kurz! Mit kurzen Lerneinheiten zum Erfolg).

4. Musik unterstützt das Sprachenlernen

Klänge und Musik erwecken unweigerlich Emotionen: Man denke an schrille Geigenklänge, die gruselige Horrorfilmszenen einläuten. Oder die sanften Töne, die einen romantischen Film untermalen. Klangeffekte werden etwa für Filmmusiken genutzt. Berühmtes Beispiel: die Duschszene in Alfred Hitchcocks Thriller „Psycho“.

Heute wissen wir, dass nicht nur gute Musik, sondern auch ein guter Klang einer Stimme uns emotional erreicht. Wir hören lieber hin, sind konzentrierter und ruhiger. Setzen Sie diesen Effekt auch beim Sprachenlernen ein!

Musik kann auch dabei unterstützen, Sie in einen aufnahmefähigen Zustand zu versetzen. Dabei spielt weniger die Art der Musik eine Rolle (der sogenannte „Mozart-Effekt“ konnte nicht nachgewiesen werden), sondern die individuelle Wirkung auf Sie. Nutzen Sie also Ihre Lieblingsmusik, um sich auf das Lernen einzustimmen (Musik vorab zur Einstimmung oder während des Lernens zur mentalen Unterstützung). Wählen Sie vor allem Musikstücke, die Sie glücklich machen und positiv beeinflussen.

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5. Wiederholung

Wiederholung ist die Mutter des Lernerfolgs. Übung macht den Meister, weshalb Sie alles mindestens drei Mal wiederholen sollten. Nach 20 Minuten vergessen wir nämlich 40 % des Gelernten schon wieder, nach einer Stunde bereits die Hälfte (basierend auf Hermann Ebbinghaus’ Vergessenskurve. Details dazu hier.)

Tipp: Wenn Sie einen Text bereits einige Tage (am besten Tag und Nacht) gehört haben, versuchen Sie ihn selbst zu sprechen. Eine sehr gut geeignete Übung dazu ist das Chorsprechen. Lassen Sie die Aufnahme laufen und sprechen Sie „im Chor“ mit. Alternativ können Sie „im Echo“, also mit ganz kurzem Abstand zum Originalsprecher, mitsprechen. Beim Mit- und Nachsprechen vergleicht Ihr Gehirn automatisch die Aussprache des Muttersprachlers mit Ihrer und kann die Unterschiede beinahe komplett ausgleichen, ganz automatisch. Je öfter Sie die Übung machen, desto besser wird Ihre Aussprache und desto eher vermeiden Sie einen „Ausländer-Akzent“. Wenn eine perfekte Aussprache Ihr Hauptziel ist, dann sollten Sie diese Übung öfters durchführen.

Zum Schluss noch ein letzter Tipp: Lassen Sie sich nicht unterkriegen! Gerade zu Beginn kann es sein, dass Sie manchmal nur „Bahnhof“ verstehen. Lesen Sie sich ggf. die Übersetzung zum Text durch, die meist zum Audiokurs mitgeliefert werden. Der Rest kommt ganz von allein durch die mehrmalige Wiederholung.


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Content Managerin und Bloggerin Katharina Rucker beschäftigt sich seit 2011 intensiv mit der Birkenbihl-Methode sowie den Kreativtechniken und Denktools von Vera F. Birkenbihl. Seit 2014 arbeitet sie als selbstständige Online & Performance Marketerin: www.rucker-marketing.at

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