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Zuhause Sprachen lernen: Checkliste für Ihren Lernerfolg

Zuhause Sprachen lernen liegt im Trend und scheint auch günstig zu sein. Doch darf man damit einen Lernerfolg erwarten? Wer zuhause erfolgreich Sprachen lernen möchte, muss motiviert sein und ein paar weitere Dinge im Auge behalten. Unsere Checkliste unterstützt Sie auf dem Weg zum Lernerfolg:

☐ Dran bleiben! So motivieren Sie sich.

☐ Was ist Ihnen wichtig? Der Fokus auf das Wesentliche.

☐ Welche Methode ist für mich passend? Richtig lernen.

☐ Den Alltag nutzen

☐ Perfektes Zeitmanagement: Kurze Lernphasen von 10 Minuten

☐ Niemals aufgeben!


Dran bleiben!

Selbstständiges Lernen hat viele Vorteile, doch wie jede Art zu lernen bedeutet es auch Arbeit. „Von nix kommt nix“, sagte schon Managementtrainerin und Autorin Vera F. Birkenbihl. Und auch der beste Sprachkurs ist nur so gut wie der Aufwand, den der Lernende investiert.

Ein weiterer guter Tipp: Suchen Sie ständig neue Motivation. Auch wenn Sie zunächst einen guten Grund haben, der Sie motiviert das Sprachenlernen zu beginnen, sollten Sie auch zwischendurch nach neuer Motivation suchen. Dafür brauchen Sie Gelegenheiten, um die Fremdsprache anzuwenden. Das kann eine Reise ins Ausland sein, ein Event, ein Online-Seminar oder ein Treffen mit einem Lern- oder Tandempartner. Eine simple Unterhaltung führen zu können, ist eine lohnende Erfahrung an sich. Wenn man früh solche Erfolgserlebnisse hat, ist es wesentlich einfacher, motiviert zu bleiben und weiterzulernen.


Der Fokus auf das Wesentliche

Das Wichtigste ist, ein Gefühl für die Sprache zu entwickeln. Darüberhinaus sollten Sie sich überlegen, welche Sprachfähigkeiten Ihnen wichtig sind: Möchten Sie vor allem sprechen und verstehen lernen? Oder doch eher schreiben, um Ihre E-Mail-Konversationen effizienter zu gestalten? Oder möchten Sie Romane in der Fremdsprache lesen können? Individuelle Ziele bedürfen verschiedene Schwerpunkte beim Lernen.

Generell gilt jedoch für alle: Redewendungen und simple Frage-Antwort-Kommunikation, wie sie in vielen Urlaubs-Sprachführern stehen, sind ideal für den Erstkontakt und wichtiger, als gleich mit grammatikalischen Feinheiten zu starten. Das ermöglicht Ihnen, das Gelernte schnell anzuwenden. Und sind wir mal ehrlich: Grammatikfehler machen wir selbst in unserer eigenen Muttersprache. Dem Verständnis gibt das keinen Abbruch. Denken Sie daran: Gesprächspartner sind viel toleranter und verständnisvoller gegenüber solchen Fehlern – mehr dazu weiter unten.

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Richtig lernen

Pures Auswendiglernen hilft vielleicht für den nächsten Vokabeltest, nicht aber, wenn es darum geht, die Wörter wirklich zu behalten – und vor allem in der Praxis zu benutzen. Um neue Wörter später richtig verwenden zu können, sollten Sie deshalb neue Vokabeln in ganzen Sätzen lernen. Isolierte Vokabeln auswendig zu lernen verursacht nämlich falsche Anwendungen: In der Verständigung ist es auch wichtig, idiomatisch richtig zu liegen. Das bedeutet, dass manche Sätze zwar korrekt sein können, aber so in der Sprache gar nicht verwendet werden. Andererseits haben manche Wörter Mehrfachbedeutungen und können je nach Formulierung ungewollte Assoziationen hervorrufen. Dem wirkt man entgegen, indem man ganze Sätze oder Formulierungen lernt. 

Wir empfehlen Ihnen: Weg vom stupiden Grammatik- und Vokabellernen! Legen Sie den Fokus auf: 

  1. Das Verstehen: Um schnell ein Sprachverständnis aufzubauen, sollten Sie ganze Sätze oder Texte verwenden. Übersetzen Sie diese Wort für Wort – so lernen Sie die Wortbedeutungen, die Anwendung der Wörter im Satzzusammenhang sowie die Grammatik intuitiv. Eine Wort-für-Wort-Übersetzung ist das Fundament der bekannten Birkenbihl-Methode zum Sprachenlernen. Für diese Lernmethode können Sie jeden beliebigen Text verwenden. Wählen Sie am besten einen Inhalt, der Sie persönlich interessiert.
  2. Das Sprechen: Um eine Sprache fließend zu sprechen, müssen im Gehirn gewisse Nervenbahnen angelegt werden. Das geschieht automatisch, wenn ein fremdsprachiger Text (den man bereits versteht) immer wieder angehört wird. Wählen Sie am besten Texte aus, zu denen es eine Audioaufnahme gibt (von Muttersprachlern eingesprochen). Für dieses sogenannte Hintergrundhören müssen Sie sich nicht aktiv auf das Audio konzentrieren. Es reicht aus, den fremdsprachigen Text im Hintergrund abzuspielen – am besten in Endlosschleife. Ihr Gehirn beurteilt das Gehörte durch die wiederholte Stimulation als wichtig und beginnt es unbewusst und automatisch zu analysieren. Für neue Laute, den Sprechrhythmus, die Sprachmelodie und die Aussprache werden neue Nervenbahnen angelegt und Netzwerke im Gehirn verstärkt. Nach wenigen Tagen des „Hintergrundhörens“ ist Ihr Hirn bereit für das selbstständige Sprechen – legen Sie los und trainieren Sie mit echten Gesprächspartnern!

Indem Sie sich auf diese beiden Bausteine konzentrieren, können Sie eine Fremdsprache in kürzester Zeit nachhaltig und intuitiv lernen.

Der wichtigste Tipp dieses Artikels: Hören Sie gut zu!

Wenn Sie etwas malen möchten, müssen Sie zuerst lernen, richtig hinzuschauen. Das Gleiche gilt für das Sprachenlernen: Um sprechen zu können, müssen Sie lernen, zuzuhören. Jede Sprache klingt neu und einzigartig, wenn man sie das erste Mal hört. Doch je öfter man sie hört, desto vertrauter wird sie einem und desto einfacher wird es, sie selbst zu sprechen.


Den Alltag nutzen

Das Gehirn kann das ganze Leben lang auf die gleiche Art wie ein kleines Kind weiter Dinge aufnehmen, wenn man ihm genügend Input bietet. Deshalb sollte man sich möglichst viel mit der Sprache umgeben, die man lernen will. 

Hier unsere konkreten Tipps:

  • Wenn Sie Italienisch lernen, gehen Sie öfters in ein italienisches Restaurant und bestellen Sie auf Italienisch. Dasselbe gilt natürlich für Chinesisch, Französisch, Kroatisch, Griechisch, Japanisch etc.
  • Hören Sie fremdsprachige Podcasts an.
  • Finden Sie heraus, wo sich Landsleute Ihrer Wunschsprache aufhalten und mischen Sie sich unter sie. Vielleicht ist das in Cafés, bei bestimmten Events oder Vereinen?
  • Treffen sie die Erasmus-Studenten an Ihrer Uni.
  • Hören Sie Musik in der Fremdsprache. Übrigens: Das Übersetzen von Songtexten bewirkt bei mir immer Wunder. Ich übersetze Sie zuerst Wort für Wort ins Deutsche, höre mir den Song dann immer und immer wieder an und trällere fröhlich mit. So habe ich mir bereits einen guten Spanisch-Wortschatz aufgebaut. Das macht großen Spaß und fühlt sich überhaupt nicht nach Lernen an. Tipps zum Sprachenlernen mit Musik gibt es hier: Sprachenlernen mit Spaß: Songs übersetzen, hören und singen.
  • Schauen Sie sich fremdsprachige Serien und Filme an. Nutzen Sie Untertitel in der Fremdsprache, wenn Sie erst wenig verstehen. Mehr dazu hier: Mit Filmen lernen – deshalb geht es rasend schnell. Wussten Sie, dass Brain-Friendly MOVIE©-Sprachkurse anbietet? Das sind einzigartige Video-Sprachkurse, die auf einer Comedy Sitcom basieren, die extra zum Sprachenlernen produziert wurde. Ähnlich einem Untertitel, wird am unteren Bildschirmrand ein zweizeiliger Text angezeigt (synchron zu den Sprechern, wie beim Karaoke-Singen): Oben können Sie den fremdsprachigen Text mitlesen, darunter die Wort-für-Wort-Übersetzung ins Deutsche. Hören Sie den Sprechern zu und lesen Sie anfangs die Übersetzungen mit. Später wechseln Sie in die obere Zeile. Irgendwann brauchen Sie gar keine Hilfe mehr und sehen die Sitcom ohne Mitlesen an. www.brain-friedly.de

Dies sind alles Möglichkeiten, um ständig Kontakt zu der Sprache zu halten und sie blitzschnell zu lernen. Umgeben Sie sich mit der Sprache so oft Sie können, tauchen Sie in die Sprache ein. Das nennt man Immersion. Mehr dazu hier: Sprach-Immersion.

„Leerlauf“-Zeiten im Alltag nutzen

Achten Sie mal einen ganzen Tag darauf, wie oft und wie lange Sie im Alltag auf etwas warten – ob an der Bushaltestelle, im Auto, bei der Arbeit… und wie oft Sie Dinge automatisch und routiniert tun, wie Zähneputzen, kochen oder spazieren gehen. Sie werden unzählige Situationen finden, in denen Sie mental abschalten. All diese Momente – die Wartezeiten und die Routine-Tätigkeiten – sind potenzielle Lerneinheiten. Lernen Sie in dieser Zeit eine Sprache. Nutzen Sie Ihre Lernmaterialien oder hören Sie sich in dieser Zeit zum Beispiel Podcasts (zum Sprachen lernen) oder Hörbücher an. 


Perfektes Zeitmanagement: Kurze Lernphasen von 10 Minuten

Lernen Sie in 10-Minuten-Einheiten. So bleibt man dran und es fällt leichter, sich mit der Sprache zu beschäftigen. Nach jeder Aufnahmephase lernt Ihr Gehirn passiv für weitere 7 bis 10 Minuten weiter. Es analysiert Informationen und speichert sie ab. Wechseln Sie also nach 10 Minuten Ihre Tätigkeit, nutzen Sie das Potenzial Ihres Gehirns optimal aus. Sie können zum Beispiel: 10 Minuten eine spanische Sitcom sehen, 10 Minuten einen Text übersetzen, 10 Minuten spanische Musik hören. Oder 10 Minuten Spanisch lernen, 10 Minuten putzen, 10 Minuten Spanisch lernen, 10 Minuten Klavierüben, 10 Minuten Spanisch lernen. Details zur 10-Minuten-Technik finden Sie hier: Lerntipp: Lernen Sie in 10-Minuten-Einheiten.


Geben Sie niemals auf!

Eine Fremdsprache zu lernen braucht Zeit. Die Vorteile, die Sie daraus schlagen, sind unbeschreiblich: Urlaubserlebnisse werden noch unvergesslicher; es eröffnet sich ein komplett neuer Kulturkreis; Sie lernen viele neuen Menschen kennen; Ihr Gehirn altert nicht so schnell; Fremdsprachenkenntnisse sind förderlich für Ihre Karriere. Und das Allerwichtigste ist: Sie haben jede Menge Spaß – sowohl beim Lernen als auch beim Anwenden/Sprechen. Geben Sie nicht auf, denn es wird sich lohnen.

>> Weitere wissenswerte Tipps rund um das Lernen zuhause erfahren Sie in unserem eBook: https://www.brain-friendly.de/books

Content Managerin und Bloggerin Katharina Rucker beschäftigt sich seit 2011 intensiv mit der Birkenbihl-Methode sowie den Kreativtechniken und Denktools von Vera F. Birkenbihl. Seit 2014 arbeitet sie als selbstständige Online & Performance Marketerin: www.rucker-marketing.at

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