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Nur ein guter Ton macht die Musik! Achten Sie auf guten Sound beim Sprachenlernen

Kennen Sie das? Die Telefonkonferenz mit dem Kollegen aus den USA läuft erst wenige Minuten und doch sind Sie bereits unkonzentriert und müde. Studien zeigen, dass dies oft an der schlechten Tonqualität liegt. Vor 50 Jahren hatte Musik noch einen prallen Klang. Heute wird digitaler Sound so stark komprimiert, dass er das Gehirn überfordert. Bei der Komprimierung werden Klänge, die keinen Einfluss auf die Wahrnehmung des Hörers/der Hörerin haben, entfernt. Bewusst ist kaum ein Unterschied auszumachen. Doch das Unterbewusstsein lässt sich nicht täuschen. Zu stark komprimierte Musik und auch Mobilfunkgespräche werden unangenehm. Auf die Spitze getrieben wird es durch das Hören auf Smartphones: Die kleinen Wunderdinger haben hier eine Grenze erreicht. Die eingebauten Boxen sind leistungsschwach. Die Sprachübertragung der Smartphones von heute ist wohl das am wenigsten gut entwickelte technische Feature.

TIPP: Verwenden Sie Audio-Dateien in hoher Qualität, zum Beispiel mp3 (196 kbps – wie von Brain-Friendly geliefert), wav, aiff usw.


TIPP: Nutzen Sie Lautsprecher, die von Ihrer Musikanlage unabhängig sind. Es gibt sehr preiswerte Geräte am Markt, die meist mit Bluetooth (min. 4.0) arbeiten. Am sichersten ist es, wenn Sie einen Musik-Player verwenden und diesen direkt mit einem Audiokabel verbinden. So können Sie sicher sein, dass Ihr Gerät auch eine gute Wiedergabequalität liefert und damit Ihr Gehirn sich auf die Wissensaufnahme konzentrieren kann.

Sind Klänge beeinträchtigt, hat das einen messbaren Effekt auf unser Gehirn – selbst dann, wenn wir die Übertragung subjektiv gar nicht als gestört wahrnehmen. Warum ist das so? Bei schlechtem Ton müssen fast alle zentralen Bereiche des Gehirns aktiv sein. Das Gehirn muss mehr arbeiten, wenn z.B. der Gesprächspartner schwer zu verstehen ist. Lücken, die durch Störungen oder Komprimierung des Tonsignals entstehen, versucht es zu schließen. Dabei feuern die Synapsen im unbewusst aktivierten Gehirn häufiger. Das lässt uns schneller ermüden und kann sogar zu Stress führen.


Guter Sound bei Hörbüchern und Apps zum Sprachenlernen

Hörbücher, Lernsoftware und Apps zum Lernen von Fremdsprachen leben vom Gesprochenen. Je interessanter die Übungsmaterialien gestaltet sind, desto länger beschäftigt man sich damit. Im besten Fall stundenlang, Tag und Nacht. Dabei ist ein guter Sound essentiell. Denn Sie wollen Ihr Gehirn nicht belasten, sondern fördern und ein bisschen fordern.

Haben Sie sich schon mal länger im Ausland aufgehalten? Wenn ja, wissen Sie, wie leicht es fällt, in eine Fremdsprache einzutauchen, wenn man sie ständig hört. Das Zuhören ist für das Fremdsprachenlernen sehr wichtig. Es ist der wichtigste Schritt, um eine Fremdsprache gut und akzentfrei sprechen zu können. Beim Zuhören werden Nervenbahnen angelegt, die für das Sprechen der neuen Sprache benötigt werden.

Wichtig: Audio-Sprachkurse ja, aber nur mit ganzen Sätzen!

Viele Audio-Sprachkurse bieten nur das reine Vorsprechen einzelner Vokabeln an, wie z.B. Messer-knife oder studiare-lernen … Doch zum einen ist es wirklich langweilig, ausschließlich Vokabeln zu hören. Durch das Pauken einzelner Vokabeln erhalten Sie isolierte Daten, die Ihr Gehirn nicht speichern kann. Zum anderen entstehen in unserem Gehirn Verbindungen, die eigentlich gar nicht existieren. So legen wir etwa „Tischtable“ oder „Messerknife“ ab, mit der Folge, dass wir uns nie wirklich von der Muttersprache lösen können. Zusätzlich gibt es immer wieder mehrere Möglichkeiten der Übersetzung, wie etwa „liberty“ oder „freedom“ für das Wort Freiheit.

Im Satzzusammenhang wird die Bedeutung der einzelnen Wörter klar und Sie erhalten von Anfang an ein Beispiel der Anwendung. So lernen Sie Phrasen, Satzteile und ganze Sätze, die sofort angewendet werden können.


Übungsempfehlung: Hintergrund-Hören

Mit dem Hintergrund-Hören bereiten Sie sich auf das Sprechen einer Fremdsprache optimal vor. Für die Übung benötigen Sie eine Aufnahme eines fremdsprachigen Textes, gesprochenen von einem Muttersprachler.

So funktioniert die Übung:

Gehen Sie beim Hintergrund-Hören irgendeiner Routinebeschäftigung nach – Arbeiten, Autofahren, Kochen, Lesen, auch Musik oder Radio hören ist in Ordnung. Hören Sie die Aufnahme des Textes passiv im Hintergrund. Stellen Sie die Lautstärke dazu eher leise ein – Sie sollten die SprecherInnen gerade noch verstehen, wenn Sie aktiv hinhören. Lassen Sie die Audioaufnahme nun in Endlosschleife laufen und beachten Sie sie nicht weiter. Sie hören also passiv, im Hintergrund.

Dabei werden die Wörter und der Klang der Fremdsprache langsam vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis übertragen und Sie entwickeln ein gutes Sprachgefühl für die neue Sprache. Für das Hintergrund-Hören benötigen Sie keine zusätzliche Lernzeit, es geht nebenbei und ist super einfach – wie ein Mini-Urlaub. Je mehr Sie passiv hören, desto schneller werden Sie das Sprechen meistern und desto besser wird die Aussprache. Von einem Tag auf den anderen werden Sie einfach drauflosplaudern und die Texte laut mitlesen wollen – und das mit perfekter Aussprache.

Was passiert beim Hintergrund-Hören und wozu dient es?

Unser Unterbewusstsein hört immer zu, auch wenn wir schlafen. Und es kann viele unterschiedliche Audio-Quellen gleichzeitig aufnehmen, denken Sie an ein Flughafen-Café: Da hören Sie viele Sprachen und Menschen rund um sich herum und glauben, es gar nicht wahrzunehmen. Wenn nun immer wieder wiederholende Audio-Inhalte aufgenommen werden, bilden sich Synapsen für das Sprechen. Zirka 80 % aller Menschen, die konventionell eine Fremdsprache „glauben“ erlernt zu haben (wir sprechen hier nicht von den Sprachbegabten), sagen von sich aus, dass Sie gerne besser sprechen können möchten. Conclusio: mp3-Dateien downloaden und leise im Hintergrund in einer Endlosschleife abspielen. Tag und Nacht, so kommen Sie zur perfekten Aussprache. Das macht Sinn mit den mitgelieferten Audio-Dateien von Sprachkursen; Sie können aber auch Hörbücher oder Musik verwenden. Werfen Sie einen Blick auf den Inhalt, Nachrichten zum Beispiel (auch für Erwachsene) sind nicht gut geeignet, weil sie häufig Negatives beinhalten – und das wirkt sich auf das Unterbewusstsein aus.

TIPP: Die Brain-Friendly Sprachkurse basieren auf der Birkenbihl-Methode und sind als Computerkurs/Onlinekurs oder Hörbuch nutzbar. Vera F. Birkenbihl konzipierte diese Methode nach Erkenntnissen aus der Wissenschaft. Ziel ist ein intuitives Sprachenlernen – ähnlich, wie wir alle damals unsere Muttersprache erlernten. Vokabeln pauken ist dabei verboten. Brain-Friendly setzte die Birkenbihl-Methode als MOVIE (Video) Sprachkurs um. Film sehen und ganz nebenbei und intuitiv eine Fremdsprache lernen. Probieren Sie’s aus: http://www.brain-friendly.de

Content Managerin und Bloggerin Katharina Leitner beschäftigt sich seit 2011 intensiv mit der Birkenbihl-Methode sowie den Kreativtechniken und Denktools von Vera F. Birkenbihl. Seit 2014 arbeitet sie als selbstständige Online & Performance Marketerin: www.leitner-marketing.at

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