Sonstige

Sprachen lernen als Gehirntraining ­– so werden Sie klüger!

Der kleine Sohn hat schon wieder drei Memory-Kartenpaare richtig aufgedeckt. Seine Mutter versucht es dagegen vergebens. Der Junge sieht das Spiel als ein großes Bild und merkt sich Details, wohingegen die Mutter nur mit Rationalität die richtige Karte zu finden versucht. Dadurch nutzt sie ihr Gehirn nicht optimal.


Benutzen Sie’s!

Mit „Use it or loose it“ – benutz es oder verlier es – umschreibt Vera F. Birkenbihl gerne einen wichtigen Denk- und Lernprozess. Es ist erforderlich, Wissen und die verschiedenen Areale im Gehirn regelmäßig zu benutzen. Birkenbihl beschreibt das bildlich mit einer Kommode voller Schubladen. Je öfter man eine Lade öffnet, desto leichter lässt sie sich öffnen. Lässt man sie lange verschlossen, ist das Öffnen schwieriger, die Gleitschienen eingerostet und sperrig. Auch der Vergleich mit dem Stadt-Land-Fluss-Spiel veranschaulicht dieses Prinzip: Anfangs tun wir uns schwer, die Liste mit einem Anfangsbuchstaben auszufüllen. Doch je öfter wir spielen, desto schneller fallen uns die Namen ein. 

Doch Achtung: Diese und weitere typische Gedächtnistrainings, wie Kreuzworträtsel lösen, sind weitgehend sinnlos. Die Antworten laufen nämlich automatisiert ab – irgendwann muss man nicht mehr nachdenken, die Kontrollfunktionen des Gehirns werden nicht mehr genutzt. Nur, wenn das Stirnhirn miteinbezogen wird, profitieren Sie von einem Trainingseffekt. Doch woher weiß man, ob das Stirnhirn aktiv ist? Sie merken es an der Ermüdung. Nach einiger Zeit der Anstrengung werden Sie müde und brauchen eine Pause.

Der Neuropsychologe Lutz Jäncke empfiehlt, mit zunehmendem Alter Aufmerksamkeit und Konzentration zu trainieren. So verliert das Stirnhirn nicht an Funktionsfähigkeit und Volumen, sondern kann sogar noch wachsen – auch im Erwachsenenalter.

Sinnvoll seien andere einfache Übungen, zum Beispiel: Wenn Sie an der roten Ampel stehen, gehen Sie in Gedanken Ihren Weg zurück. Wie viele Kreuzungen haben Sie passiert? Doch trainieren Sie das stets an einer anderen Ampel!

Aktivieren Sie Ihr Hirn, indem Sie ihm jeden Tag neue geistige Aufgaben stellen: Drehen Sie die Zeitung zum Lesen auf den Kopf, schreiben Sie mal mit der anderen Hand, nehmen Sie einen anderen Weg zur Arbeit, übersetzen Sie einen fremdsprachigen Text in Ihre Muttersprache …


Mit Sinn, Zweck und Spaß

Das, was Sie sich zu merken versuchen, sollte auch einen Sinn ergeben. Zahlenreihen auswendig zu lernen zählt nicht als sinnvoll. Etwas Neues zu erlernen, muss einen Zweck haben, damit es dem Gedächtnis nützt. Zum Beispiel ist das Lernen einer neuen Sprache sinnvoll. Die neu erworbenen Kenntnisse können gleich im nächsten Urlaub oder bei der nächsten internationalen Firmenpräsentation angewendet werden. 

Wichtig ist außerdem, dass das Gehirntraining Spaß bereitet. Haben Sie Spaß, setzt Ihr Gehirn Neurotransmitter wie Dopamin frei. Damit werden Impulse in den Nervenzellen weitergeleitet – deshalb sind sie sehr wichtig, damit das Lernen funktioniert.

Frau lernt Fremdsprache am Smartphone

Die beste Art Ihr Gehirn zu trainieren ist das Fremdsprachenlernen.

Neben dem Erlernen eines Instruments, bei dem viele verschiedene Gehirnareale aktiv werden, zählt das Fremdsprachenlernen zum besonders effektiven Gedächtnistraining. Ältere Menschen, die ihr Leben lang verschiedene Sprachen gesprochen haben – sie anwenden und beherrschen – bleiben länger geistig fit. Eine Person, die regelmäßig Fremdsprachen anwendet oder auch neu lernt und das Vokabular erweitert, ist ein wahrer Gehirnjogger.

Fremdsprachen lernen und anwenden trainieret Ihr Gehirn – fast so, als hätte Ihr Gehirn plötzlich einen Super-Bizeps. Diese trainierten mentalen Muskeln steigern Ihre Konzentration und machen einen kreativeren Menschen und analytischen Denker aus Ihnen, der mit einem außergewöhnlich guten Gedächtnis glänzt und gut planen und argumentieren kann. Zusammengefasst: Das Erlernen einer Sprache kann Sie und Ihr Gehirn komplett verändern und hält Sie fit.

Doch Gedächtnisforscher wissen: Reines Auswendiglernen ist nicht genug. Wer eine Vokabelliste auswendig lernt, leistet eine reine Gedächtnisaufgabe. Wer hingegen versucht, einen ganzen Satz oder Text in der Fremdsprache zu verstehen, muss seine Gehirnzellen und Synapsen mehr anstrengen und überlegen. Ihr Gehirn wird ganzheitlich gefordert.

Jeder kann Sprachen lernen. Behaupten Sie nicht, Sie seien zu alt, um eine Sprache zu lernen. Motivierte Erwachsene, die ausreichend Zeit investieren, können eine Sprache in der gleichen Geschwindigkeit lernen wie ein junger Mensch. Wo wir schon beim Alter sind: Forscher haben herausgefunden, dass das Erlernen und regelmäßige Sprechen einer anderen Sprache die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken reduzieren und den Ausbruch von Demenz um mehrere Jahre verzögern kann. 

Hat das Sprachenlernen bis dato nicht wirklich Spaß gemacht? Vielleicht ändern Sie einfach nur die Art und Weise des Lernens. Sich stundenlang Vokabeln einzutrichtern und herunter zu beten ist schon lange nicht mehr die empfohlene Lernmethode. Mit viel mehr Spaß lernen Sie mit den MOVIE© Sprachkursen von Birkenbihl: Comedy Sitcom ansehen und nebenbei eine Fremdsprache lernen. Starten Sie das Video, um die Methode zu testen. Hören Sie den Sprechern zu und lesen Sie die Wort-für-Wort-Übersetzung in der unteren Zeile mit. Dadurch lernen Sie ganz nebenbei (nach der Birkenbihl-Methode) die Bedeutung der Wörter ohne Vokabeln pauken zu müssen. Außerdem lernen Sie automatisch die Form der Sprache – also die Anwendung der Wörter, die Grammatik, Satzstellung etc. Auch kulturelle Aspekte werden durch die Texte und die Interaktion zwischen den SchauspielerInnen deutlich. Und das Wichtigste: Es macht riesigen Spaß. Sehen Sie sich das Video an!

Content Managerin und Bloggerin Katharina Rucker beschäftigt sich seit 2011 intensiv mit der Birkenbihl-Methode sowie den Kreativtechniken und Denktools von Vera F. Birkenbihl. Seit 2014 arbeitet sie als selbstständige Online & Performance Marketerin: www.rucker-marketing.at

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