Sonstige

10 Dinge, die wir von Kindern lernen können

Kinder stecken voller Mut, Neugier und Toleranz – tolle Eigenschaften, die uns im Alter manchmal verloren gehen. Oft lohnt es sich, genauer hinzusehen, Inne zu halten und unser eigenes Verhalten zu überdenken. Oft können wir von den Kleinen lernen!


1. Das Leben als Abenteuerspielplatz sehen

Für Kinder kann es morgens nicht früh genug losgehen. Der Tag will erlebt und Neues entdeckt werden. Sie wollen bei jedem Wetter raus in die Natur. Auch nach der hundertsten „Warum“-Frage, ermüden sie nicht. Diese Lust am Entdecken geht im Alter verloren. Wahrscheinlich, weil wir zu sehr in einem System leben und die „richtigen Antworten“ vorgekaut bekommen. Wie in der Schule, in der nur eine einzige Antwort die richtige ist.  Hinzu kommt, dass wir Grenzen (oft viel zu schnell) akzeptieren, ohne zu versuchen, sie zu überwinden.

Brechen Sie aus! Nehmen Sie sich Ihr Kind zum Vorbild und gehen Sie hinaus in die Welt. Hinterfragen Sie Selbstverständliches und erkunden Sie die alltäglichen Dinge. Das bringt Ihnen eine ganz andere, neue Perspektive. Und vielleicht auch wieder mehr Neugier aufs Leben.


2. Sich Zeit nehmen

Kinder lieben es, stundenlang einfach nur zu spielen. Dafür darf es auch ein und dasselbe Spiel sein. Wie sieht das bei uns Erwachsenen aus? Neben zahlreichen Verpflichtungen haben wir zwar auch Hobbies, aber nehmen wir uns dafür auch wirklich Zeit? Unser Terminkalender ist viel zu oft viel zu vollgestopft. Wir versuchen ständig, Zeit einzusparen und so viele Dinge wie möglich auf einmal zu erledigen. Kinder haben keine Eile. Sie nehmen sich soviel Zeit, wie sie in einem Moment gerade für richtig halten und möchten.

Suchen Sie sich etwas, das Ihnen Spaß macht! Das kann eine Sportart sein, Handarbeit, ein Buch lesen, mit der Freundin ausgiebig plaudern, Spazieren gehen, eine neue Sprache lernen oder das Zimmer neu einrichten. Hauptsache Sie nehmen sich Zeit – ohne Termin, der Ihnen im Nacken liegt. Konzentrieren Sie sich nur auf Ihr neues Hobby. Das erfordert anfangs etwas Übung, aber in der Hektik des Alltags ist es wichtig, loszulassen und den Moment für sich zu genießen.


3. Fantasie zulassen

Vor allem im Berufsleben sollen wir auf Knopfdruck kreativ sein. Doch das fällt uns schwer. Wer privat bzw. den ganzen Tag über nicht kreativ denkt und seine Fantasie begrenzt, kann das freie Denken nicht auf Verlangen abrufen. Gerade, wenn wir uns unter Druck gesetzt fühlen, geht oft gar nichts mehr. Im Gegenzug ist für unsere Kleinen nichts natürlicher, als das Spielen. Sie fantasieren stundenlang und schaffen ganze Welten in ihrem Kopf.

Spielt Ihr Kind, Neffe, Nachbarskind etc. das nächste Mal „verkleiden“, dann werfen auch Sie sich ein Kostüm über und seien Sie dabei. Die Kleinen freuen sich riesig und Sie kurbeln Ihre Fantasie so richtig an. Alternativ tun es auch schon Gesellschaftsspiele mit anderen Erwachsenen. Sie aktivieren Kreativität und Kommunikationsfähigkeit.


4. Grenzen überschreiten und austesten

Kinder haben wenig Angst vor Herausforderungen, probieren vieles aus. Sie klettern auf Bäume, balancieren auf hohen Mauern und springen aus luftigen Höhen. Auch wenn es manchmal weh tut, möchten sie am liebsten alles aus erster Hand erfahren und am eigenen Leib erleben. Natürlich macht uns das Leben weiser und vorausschauender, doch manchmal schadet es uns Großen nicht, das Leben wieder mal auszutesten. Wo liegen Ihre Grenzen? Was geht, was geht nicht?

Machen Sie einfach! Melden Sie sich zur Weiterbildung an, wenn Sie gerade Lust dazu haben. Sprechen Sie die Person an, die sie so fasziniert. Verreisen Sie spontan, wenn Sie Ihre Perspektive wechseln möchten. Warum denn nicht? Was haben Sie zu verlieren?


5. Kleinigkeiten Wertschätzen

Eine Papierrolle kann so viel Freude in ein Kindergesicht zaubern. Ein Marienkäfer kann Augen zum Strahlen bringen, eine Seifenblase begeistern. Die kleinen unscheinbaren Schönheiten des Lebens nehmen wir Erwachsene kaum noch wahr. Wie schade, sind sie doch so schön und bereichernd.

Leben Sie aufmerksamer! Wenn wir die kleinen Dinge des Lebens wahrnehmen und wertschätzen, werden wir allgemein glücklicher und zufriedener. Vor allem an Tagen, an denen irgendwie alles schief läuft.


6. Groß träumen

Arzt, Pilot, Feuerwehrmann… Kinder wissen oft genau, was sie später werden möchten. Das Groß-Träumen geht aber über den Berufswunsch hinaus. Kinder wollen nicht nur ein Haustier, sondern einen ganzen Zoo. Kinder brauchen keine Motivations-Workshops oder Persönlichkeits-Trainings. Sie versuchen nicht Ziele zu setzen und zu verfolgen, sie tun es einfach.

Träumen auch Sie groß! Warum auch nicht? Was soll schon passieren?


7. Fremdem mit Offenheit begegnen

Wir alle haben Vorurteile, ob Sie es zugeben wollen oder nicht. Meist sind diese aber nur Steine, die uns im Weg liegen und daran hindern, weiterzugehen und uns zu entwickeln. Kinder kommen total vorurteilsbefreit zur Welt. Erst unsere Erziehung und Erfahrungen beeinflussen das Denken und lassen voreilige Schlüsse entstehen.

Gehen Sie offen auf andere Menschen, auf Neues und auf Veränderungen zu! Das eröffnet Ihnen womöglich Chancen im Berufsleben und auch privat. Wer weiß? Vielleicht ergibt sich ein wertvoller Kontakt.

Das gilt nicht nur für Offenheit anderen Menschen gegenüber. Seien Sie auch offen gegenüber neuen Anschauungen, Hobbies oder Arten, etwas zu tun. Mein liebstes Beispiel ist das Sprachenlernen. Seit Jahrhunderten lernen wir Fremdsprachen so, wie es uns die Schule vorgibt: Vokabeln lernen, Grammatikregeln lernen. Doch es gibt auch andere, viel intuitivere Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Birkenbihl-Methode. Das Fundament der Methode ist die De-Kodierung – eine Wort-für-Wort-Übersetzung eines fremdsprachigen Textes in die Muttersprache (mehr dazu hier: www.brain-friendly.de). Erst, wer sich dazu „überwindet“, eine neue Art des Lernens auszuprobieren, erfährt, wie einfach das Lernen sein kann. Dazu müssen Sie etwas Offenheit zeigen und auch mal gegen den Strom schwimmen. Es zahlt sich aus!


8. Den Moment genießen

Kinder leben im Moment. Was gestern war oder morgen sein wird, interessiert sie nicht. Wir Großen grübeln über die Vergangenheit, sorgen uns um die Zukunft und verschwenden so wertvolle Zeit im Jetzt. Viel zu viele Momente verbringen wir damit, zu bereuen und zu planen, anstatt einfach den Moment zu genießen.

Wenn Sie solche Gedanken belasten, atmen Sie tief durch und sagen Sie sich selbst: „Das ist zwar blöd, aber ich kann es jetzt nicht mehr ändern und mache im Jetzt das Beste daraus. Ich lasse mir den Moment nicht verderben.“


9. Ehrlich sein

Wenn Kinder etwas sagen, meinen sie das auch so. Das ist nicht immer für alle angenehm. Allerdings weiß man so immer, woran man ist.

Seien Sie ehrlich zu sich selbst und zu anderen. Etwas zu überspielen oder vorzuspielen benötigt viel Energie. Viel einfacher ist es, ganz einfach die Wahrheit zu sagen. Die Überwindung ist es wert – mit der Wahrheit geht’s Ihnen am Ende bestimmt besser als mit der Halb-Wahrheit. Probieren Sie’s aus!


10. Herzlich lachen

Wenn Kinder lachen, tun sie das mit ganzem Herzen. Und lachen tun sie oft – genau genommen 400-mal am Tag. Wir Erwachsene hingegen nur 15-mal.

Wann haben sie das letzte Mal herzhaft gelacht? Eine Möglichkeit positive Gefühle zu erzeugen ist, einfach zu lächeln. Auch wenn Sie sich dabei blöd vorkommen, denn ein Lächeln hat weitaus mehr Einfluss auf Sie als Sie denken. Auch erzwungenes Lächeln hilft, denn alleine durch den positiven Gesichtsausdruck schüttet Ihr Körper Glückshormone aus und Ihre Laune bessert sich. Möchten Sie mehr erfahren? Schauen Sie hier vorbei: „10 Sekunden lächeln – wie Sie Ihr Lernverhalten positiv beeinflussen“.


Was wir von Kindern lernen können hat nichts mit Wissen zu tun. Es ist die Art, das Leben zu leben. Probieren Sie’s selbst aus!

Content Managerin und Bloggerin Katharina Rucker beschäftigt sich seit 2011 intensiv mit der Birkenbihl-Methode sowie den Kreativtechniken und Denktools von Vera F. Birkenbihl. Seit 2014 arbeitet sie als selbstständige Online & Performance Marketerin: www.rucker-marketing.at

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